Dienstag, 20. Mai 2008

Psychische Probleme in der Arbeitswelt nehmen zu!

Der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) warnt in einem im April vorgelegten Bericht vor einem deutlichen Anstieg von psychischen Problemen im Arbeitsumfeld. So nehme die Zahl der psychischen und Verhaltensstörungen drastisch zu. Ihr Anteil an den Ausfalltagen von Beschäftigten sei von 6,6 Prozent auf 10,5 Prozent angewachsen. Die Experten gehen davon aus, dass alleine die depressiven Verstimmungen bis 2020 nach den Herzerkrankungen an zweiter Stelle stehen werden. Diesen Anstieg bewerten die Psychologen als zu hoch, um ihn alleine auf die größere Bereitschaft, eine psychische Störung als solche zu diagnostizieren, zurückzuführen. Als Ursachen für die wachsenden psychischen Problemlagen der arbeitenden Bevölkerung nennen die Psychologen Zeitdruck, Komplexität der Arbeit, fehlende Partizipationsmöglichkeiten, prekäre Arbeitsverhältnisse, mangelnde Wertschätzung und defizitäres Führungsverhalten. "Wir haben in Deutschland nicht nur ein Problem mit Managergehältern, wir haben einen weit verbreiteten Mangel ans Managerqualitäten", so BDP-Vizepräsidentin Thordis Bethlehem. Arbeitsüberlastung, hoher Erfolgsdruck und ein Mangel an sozialer Anerkennung führen nach Ansicht der Experten zu chronischem Stress. Die sich stetig verschärfenden Arbeitsbedingungen erfordern seitens der Beschäftigten neue Fähigkeiten zur Kompensation, auch Resilienz genannt, um widerstandsfähiger gegenüber äußeren Belastungen und Krisensituationen zu werden.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Endspurt...

In zwei Wochen beginnt in Bad Kissingen der Kongress "Wirtschaften mit Geist und Seele". Die Akademie Heiligenfeld erwartet über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dennoch sind noch Plätze frei...wer sich jetzt noch anmelden will, kann das online tun - hier ist der Link: www.kongress.heiligenfeld.de

Dienstag, 29. April 2008

Ein Mythos bröckelt

Mit Arbeitsplatzverlagerungen in Niedriglohnländer Kosten sparen - der Mythos vieler Industriebetriebe beginnt zu bröckeln.

Eine neue Studie des Verbands Deutscher Ingenieure (VDI) zeigt, dass die Standortverlagerungen ins vermeintlich kostengünstigere Ausland viele Unternehmen unter dem Strich eher teuer zu stehen kommen. Sie kappen bisweilen ihre bisher guten Verbindungen zu einheimischen Zulieferern - oder lassen (verbunden mit höheren Kosten) für die Produktion im Ausland benötigte Güter über weite Strecken an die neuen Standorte transportieren. Der VDI geht davon aus, dass Kosteneinsparungen durch Verlagerungen erst dann entstehen, wenn der Lohnkostenanteil bei etwa 20 Prozent liegt.

In vielen deutschen Unternehmen machen die Löhne jedoch nur zehn Prozent aus, so dass hier kaum Einsparpotenziale zu realisieren sind. Einseitige Rechnungen zu möglichen Einspareffekten, die Probleme wie eine niedrigere Qualität im Ausland oder dort sich vollziehende Lohnsteigerungen nicht berücksichtigen, führen in deutschen Firmen häufig zu Fehlkalkulationen. Nicht verwunderlich also, dass auf jede vierte bis fünfte Auslagerung inzwischen wieder ein - reumütiger - Rückkehrer kommt.

Mittwoch, 23. April 2008

Tödliche Gier

Einen schier unglaublichen Artikel findet man derzeit bei SPIEGEL-Online:
Spekulation auf Kosten der Armen - Hedgefonds und Kleinanleger pumpen derzeit gewaltige Geldmengen in die internationalen Rohstoffbörsen. Das treibt die Preise für Weizen oder Reis immer weiter in die Höhe - und sorgt weltweit für Hunger. Die Gier Einzelner führt zum Hungertod für viele.

Donnerstag, 17. April 2008

Lance Secretan kommt...

Der kanadische Unternehmensberater und Bestsellerautor Lance Secretan kommt wieder nach Deutschland und wird in der Zeit vom 8. - 10. Oktober auf Einladung der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen ein Seminar geben.

Weitere Informationen gibt es in Kürze; Anmeldungen werden bereits bei der Akademie entgegengenommen.

Montag, 14. April 2008

Auch in diesem Jahr..."Drei Jahreszeiten"

Am 27. April 2008 eröffnet das Forum für Wertstifter den Zyklus 2008. Die Kultur- und Wirtschaftsreihe “Drei Jahreszeiten – Wirtschaft im Wandel” geht damit in ihr zweites Jahr. Veranstaltungsort ist das ehrwürdige Theatermuseum am Hofgarten in Düsseldorf. Das Motto des Forums für Wertstifter: “Wirtschaft ist gut, wenn sie Werte schafft. Ökonomische und ethische.

Das Thema der Frühjahrsveranstaltung: “Freude als Impuls für Aufbruch und Aufbau”. Die Impulsgeber, der Bielefelder Verleger Joachim Kamphausen und der Heidelberger Querdenker Thomas Helge, werden das Phänomen Freude tiefgründig, kontrovers und humorvoll beleuchten. Wie immer kommen die Beispiele und Botschaften aus dem Wirtschaftsleben. “Denn das muss sich einem Wandel unterziehen, wenn es zukunftsfähig sein will. Jeder einzelne kann, ja muss diesen Wandel mitgestalten. Jeden Tag und in jeder Position”, weiß Joachim Kamphausen aus 25 Jahren Unternehmertum.

Kulturträger des Abends ist das Cello-Duo Feuerbogen. Donja Djember und Insa Schirmer sorgen für ein kleines Klangfeuerwerk. Ihre fast ausschließlich improvisierten Stücke aus alter und neuerer Klassik, mit Einflüssen aus Rock, Pop und orientalischen Rhythmen versprechen eine Quelle der Freude zu werden.

Das Forum für Wertstifter “Drei Jahreszeiten – Wirtschaft im Wandel” wurde vor einem Jahr von der Düsseldorfer Kommunikationsberaterin Sabine Raiser ins Leben gerufen. Mit drei Abenden im Jahr will sie Zeit, Raum und Kontakte schaffen für all jene, die wie sie selbst den Wunsch haben, das Wirtschaftsleben lebenswerter zu gestalten. Zum Frühjahrsthema sagt sie: “Freude ist ein starker Impulsgeber. Aber wer nutzt sie schon? Wir haben oft allen Grund zur Freude. Freuen uns aber nicht, oder wenn, dann nur kurz. Denn wir glauben, dass Freude nicht passt. Nicht zu unserer Arbeit, nicht zu unserer Konjunktur, nicht zu unserem Weltwissen. Das wollen - bei aller Liebe zur Kritikfähigkeit - ändern und Freude säen, um Erfolg zu ernten“.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Voranmeldung unter www.drei-jahreszeiten.de oder telefonisch unter 0211 5591 777 notwendig.

Donnerstag, 10. April 2008

Noch freie Plätze

Für das Seminar "Führen aus der Mitte" mit Barbara und Michael Fromm im Odenwaldinstitut gibt es noch freie Plätze. Das Seminar findet in der Zeit vom 5. - 7. Mai 2008 statt - weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sier hier.

Dienstag, 8. April 2008

Die Armut besiegen

Muhammad Yunus hat unzählige Menschen aus den Fängen der Armut befreit, ihnen ein Leben in Würde geschenkt. Dafür wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Sein neues Buch "Die Armut besiegen" hat eine ermutigende Botschaft: Wir alle können etwas tun, damit es anderen besser geht, jeder an seinem Platz.

Muhammad Yunus stammt aus einem der ärmsten Länder der Erde, aus Bangladesch. Der Wirtschaftsprofessor begriff schnell: Nur wenige Dollars öffnen den Weg in die Freiheit - wenn man sie hat. Oder verdammen zu lebenslanger Abhängigkeit und Armut - wenn sie fehlen.

Also gründete er eine Bank für die Armen: Hier bekommen die Kredit, die sonst überall abgewiesen werden. Die Grameen Bank hat heute über 2300 Filialen und fast 7 Millionen Kredit-
nehmer, 97 Prozent von ihnen sind Frauen. Unzählige Menschen verdanken der Grameen Bank ein Leben ohne die ständige Sorge um das tägliche Brot.

In diesem Buch geht Yunus einen Schritt weiter: Er zeigt darin, dass traditionelle Unternehmen, die einseitig auf Profitmaximierung ausgerichtet sind, die drängenden globalen Probleme - Armut, Krankheiten, Umweltverschmutzung, Kriminalität - nur verschärfen, statt sie zu lindern. Was wir stattdessen brauchen, ist Soziales Unternehmertum: Unternehmen, die sozialen Nutzen für diejenigen schaffen, deren Leben sie berühren, demonstrieren auf eindrucksvolle Weise, dass Wirtschaft für die Menschen da ist - und nicht umgekehrt.

Wenn wir selbst solche Unternehmen aufbauen, sie unterstützen und unsere Macht als Kunden nutzen, indem wir bei ihnen kaufen, dann wird es uns gelingen, die Armut von diesem Planeten zu verbannen - das ist die große Vision des Friedensnobelpreisträgers.

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